‘Freiwillige Ausreise’ heißt das Unwort des Jahres 2006. Begründung der Experten-Jury: Die Freiwilligkeit einer Ausreise von Asylbewerbern aus der Bundesrepublik könne in vielen Fällen bezweifelt werden. Übrigens: In der engeren Wahl zum Unwort 2006 stand auch ‘Problembär Bruno’. Aber der hatte sich ja zwischenzeitlich durch eine Art ‘freiwillige Ausreise’ in die ewigen Jagdgründe begeben. Oder etwa nicht?
Übler geht’s immer
Hat den Charme von Gammelfleischgyros und dessen üblen Nachgeschmack – das Unwort 2005 lautet ‘Entlassungsproduktivität’ und meint die gleichbleibende oder gar gesteigerte Arbeits- und Produktionsleistung nach der Entlassung zahlreicher Mitarbeiter. Womit wir – ohne weitere Worte zu verlieren – beim ‘Humankapital’ wären: der Mensch als ausschließlich ökonomische Größe. Das war es wert, zum Unwort 2004 gewählt zu werden. Um von dort aus allerdings zum Unwort ‘Peanuts’ zu kommen, müssen wir uns sage und schreibe noch zehn Jahre in die Vergangenheit zurückbewegen.



