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Denkverlust und Wörterfrust

erstellt am: 29.11.2010 | von: emagla | Kategorie(n): Wortwege

Am Anfang war das Wort – und das ist ja auch gut so. Wie sonst könnten wir Gedanken in Worte fassen nach dem Motto: Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich höre, was ich sage? Sprache ist schließlich dazu da, unserem Denken Form zu geben. Und wie sollten wir ohne Worte die großen Fragen der Welt und unserer Existenz nicht nur stellen, sondern auch beantworten?

Was aber ist los, wenn die Fragestellungen immer unwichtigere Dinge betreffen? Droht ein Denkverlust durch sinnentleerte Wörterschwemme oder umgekehrt? Verbal banal – fatal?

Wie verhält sich die Sprache zum Denken? Sprache, was ist das eigentlich? Sicher – das, was gesprochen wird, aber auch noch viel mehr: Fälle, Grammatik, Struktur. Aber denken wir dieses Regelwerk auch – auch, wenn wir unsere Muttersprache sprechen lernen? Sind denn die Gedanken immer in Sprache umzusetzen? Was, wenn mir die Worte fehlen? Oder ist das der typische Fall des gedankenlosen Umgangs mit Sprache? Fragen über Fragen. Und was macht die Werbung?

Käufliches Denken, oder?

Sie schert sich nicht drum. Sie bombardiert unseren Denkapparat mit einer ganz speziellen Sprache: ‘Bin ich schon drin? Haben Sie sich entschieden, niemals dick zu werden? Warum wollen Sie sich mit weniger zufrieden geben? Haben Sie heute schon geschweppt? Ja, ist denn heut’ schon Weihnachten? Oder: Warum Vaillant?’ Klingt gut – aber wie soll dann in unserem Oberstübchen noch Raum für die wirklichen wichtigen Fragen sein: ‘Was ist das Wesen der Liebe? Was ist der Sinn meines Lebens? Warum kann ich ein gedachtes Wort niemals wieder ungedacht machen? Und warum schmeckt mir Esspapier heute nicht mehr so gut wie vor vierzig Jahren?’

Die Gedanken sind frei

Doch andererseits: Wer will schon bestimmen, welches die wirklich großen und wichtigen Fragen sind? Und die Gedanken wollen wir schon mal gar nicht beschränken. So möge sich doch jede/r entscheiden, welche Worte sie/er im Hirn bewegt und von welchen sie/er sich bewegen lässt. Und was  als Sprache das Licht der Welt erblicken soll. Apropos wichtige Fragen: Heute schon bei MerkWert gebloggt?

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Kommentar

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Öh ja, gebloggt nicht, aber kommentiert. Ist das nicht Spitze?;-)

Und was ist hiermit? Das kann ich nicht denken, das kann ich nicht nachsprechen, aber lesen und verstehen: Gmäeß eneir Sutide eneir elgnihcesn Uvinisterät, ist es nchit witihcg in wlecehr Rneflogheide die Bstachuebn in eneim Wrot snid, das ezniige was wcthiig ist, ist daß der estre und der leztte Bstabchue an der ritihcegn Pstoiion snid. Der Rset knan ein ttoaelr Bsinöldn sien, tedztorm knan man ihn ohne Pemoblre lesen.

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