Nein, das Phänomen lässt sich nicht auf Imbissdeutsch eingrenzen. Auch Restaurants mit einem gehobenen Essensangebot entgehen dem Virus nicht. Eine besondere Klippe stellen dabei offensichtlich die Umlaute dar, oder wie sonst lässt sich die präzise zusammenfassende Zwischenüberschrift „Huhnchen, Hahnchen und Haninchen“ erklären? Schön, dass es im Deutschen solche Alliterationen gibt – klingt doch irgendwie beschwingt.
Nicht selten muss ich dabei an „Das Leben des Brian“ denken, in dem zwei Wachleute derart unflüssig artikulieren, dass sie kaum verständlich sind. Kaum ist der römische Soldat verschwunden, geht es ganz locker im Gespräch miteinander weiter: „Wo waren wir gerade stehen geblieben?“ Kellner-/innen sind schließlich Dienstleistende, und wenn die Deutschen gerne ab und an den Hauch von Exotik haben möchten, der für sie an nicht ganz unfallfreies Deutsch gekoppelt zu sein scheint, dann sollen sie das auch kriegen.
In diesem Sinn – wie der Kellner in meinem liebsten vietnamesischen Restaurant zu sagen pflegte: „Guten Appetitten!“ und dabei hat er sich als ganz auf der Höhe der Zeit erwiesen.




auch an der imbissbude kann es sprachlich genussvoll zugehen: bist du pommes oder wurst?