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Web 2.0 auf christlich?

erstellt am: 01.02.2011 | von: MAd | Kategorie(n): Wortweiser

Auch der Papst ist modern: Der Vatikan betreibt auf Youtube einen eigenen Kanal und nutzt Facebook, um etwa Postkarten mit Fotos von Benedikt unters Christenvolk zu bringen. Klar, dass der mahnende Zeigefinger nicht lange auf sich warten lässt. Mehr „christliche Stilpräsenz“ wird gefordert. Wir rätseln, was das wohl sein kann.

Der Fragen sind nicht wenige: Was ist ein christlicher Stil? Was eine Stilpräsenz und was gibt das alles zusammen? Nun, christlicher Stil, so erfahren wir, ist vor allem „ehrlich, verantwortlich und unaufdringlich“. Ein ganz neuer Zug der katholischen Kirche, die es doch immer laut und pompös mochte. Die Verkündigung des Evangeliums – so heißt es – müsse aber respektvoll und einfühlsam erfolgen. Wie das im Einzelnen auszusehen hat, werden schon in Bälde Richtlinien regeln.

Nicht auf den Hit schielen

So weit alles geklärt. Widmen wir uns der Stilpräsenz. Warum einfach, wenn es auch verklausuliert geht: scheint so, als verberge sich dahinter nicht mehr als die Forderung, besagter christlicher Stil möge in Zukunft YouTube, Facebook, Twitter und Co. erobern – also (all)gegenwärtig sein. Und: bitte nicht nur auf Hits aus sein!

Konservative Schäfchen im Visier

Die Adressaten der Botschaft sind immerhin schnell ausgemacht: Das vatikanische Büro für soziale Kommunikation teilte flugs mit, es wäre nicht falsch, die Papstworte auf konservative katholische Blogs, Websites und Youtube-Kanäle zu beziehen. Naja, wir sind dann wohl nicht gemeint…

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könnte es sein, dass der grund für den päpstlichen Rüffel darin liegt, dass katholische blogger es gewagt haben, im web bischöfe zu kritisieren? (nein, nein, natürlich nicht;-)

Da hat ER wohl seine scharfen Hunde zurückgepfiffen. ‘Christliche Stilpräsenz’ fällt wohl eher in die Kategorie ‘päpstliche Stilblüte’.

Kölner Karnevalsprinz und Papst begegnen sich im Vatikan in roten Schuhen – auch ein Zeichen christlicher Stilpräsenz?

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