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Irritierende Textierung

erstellt am: 10.05.2011 | von: MAd | Kategorie(n): Wortwuchs

So manch eine(r) verdient mit Worten ihr bzw. sein Geld, ob nun als entrückte(r) Lyriker/in oder beschwatzend in der Werbung. Eines sollte im Idealfall aber alle einen: eine gewisse Achtung dem bearbeiteten Wort gegenüber – so wie Fußballer den Ball lieben sollten. Da irritiert es, wenn die Worte eher wie Dichtungsmasse angesehen werden. Oder wie verstehen Sie eine Textierung?

Ja, auch wir verdienen textend unser Geld und ab und an schauen wir uns auch bei der Konkurrenz um. Das kann bisweilen irritierend sein. Etwa wenn eine Kölner Medienagentur ihren Kunden die Textierung ihrer Websites anbietet. Bürokratischer, steifer und vor allem liebloser geht es wohl kaum. Ein kurzes Googeln zeigt: Das ist kein Einzelfall. An allen Ecken und Enden wird textiert, ob in der Zeitung, in Magazinen, auf Websites oder auch ganz privat. Textieren geht immer.

Ein Gespenst geht um

Eine besondere Spezies aus dem ‘Geschäftsfeld’ Textierung ist das Ghostwriting, das manch einem erklärungsbedürftig erscheint. Daher der O-Ton eines Anbieters: „Ghostwriting heißt nichts anderes, als dass nicht wir als Autor eines Textes aufscheinen, sondern alleine Sie bzw. Ihr Unternehmen.“ Wer da anheuern tut, könnte es bereuen, als Autor aufzuscheinen. Daher fordern wir: Alle, die ihr mit Worten arbeitet, liebt Euren Rohstoff und tut ihm Gutes – zum Wohle aller.

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vielleicht dient die textierung nur der finanzierung – ohne idealisierung

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