Laut Wiktionary stammt es vom frühneuhochdeutschen Ausdruck „hole Hip“ = hohle Waffel. Die von Haus zu Haus ziehenden Verkäufer solcher Waffeln wurden Hohlhipper genannt.
Über die Waffel zum Wort
Ab dem 16. Jahrhundert wurde dieses Wort gleichbedeutend für „Lästerer“, anscheinend daher, dass sich Käufer und Verkäufer – wie auch immer und warum auch immer – mit Spott bedachten. (Ob es daran lag, dass die Waffeln ungenießbar waren? Oder beide einander einfach nicht leiden konnten?)
Wie ging es weiter?
Die Folge waren Wortbildungen wie “hohlhippeln” oder “hohlhippen” (schmähen, beleidigen), die zu “hohniepeln” und “(ver)hohnepie)peln” (hänseln, lächerlich machen) wurden.
Hörte ich in meiner Kindheit „Du willst mich wohl verhohnepiepeln“ (übrigens sehe ich das Wort in diesem Blog-Beitrag in meinem Leben zum ersten Mal geschrieben), so war ich beruhigt: Im Gegensatz zu dem harten „Du kannst mich nicht lächerlich machen!“ war bei dieser Formulierung stets ein Augenzwinkern inbegriffen. Und ich wusste: Es war alles nicht so ernst gemeint.
Gewaltfrei hohnepiepeln
Als in keiner Weise perfekte Anhängerin der Gewaltfreien Kommunikation, die Marshall Rosenberg ins Leben gerufen hat, schlage ich deswegen nicht zu, sondern vor: „Ich lass mich von dir nicht verarschen“ klingt hart. Nehmt doch „Ich lass mich von dir nicht verhohnepiepeln.“ Klingt es nicht irgendwie netter? Schwingt nicht gleich viel weniger Aggression mit? Auch, wenn die Gewaltfreie Kommunikation damit immer noch nicht ganz perfekt gelungen ist.




Schön, wenn eine Gastautorin sich beschwingt durch die Worte wälzt. Danke, van Zwart. Übrigens: hohle Waffel ist ja nicht wirklich nett – und was ist, wenn man einen an der Waffel hat?