So manchem bleibt der Sinn fürs Höhere vielleicht auf ewig verschlossen, mag er doch gar nicht an die Pforten des Wissens klopfen. Höchstens, wenn er mal was abliefern soll. In der Lessingstraße zum Beispiel.
„Wohin soll das gehen?“, lautet die telefonische Rückversicherung: „Lesingstraße, mit einem s?“ Nun weiß man, warum Lessing Dichter der Aufklärung war. Wir klären auf und denken heimlich: Mit ein wenig mehr Lesing und Schreibing im Leben wäre das nicht passiert.
Kultur gut
Gute Goethe. Was ist los mit die literarische Bildung? Kein Wunder, dass so manche/r unter Kafka die stylishe Kombination von Kaffee und Kakao mit ordentlich Milchschaum für alle Schaumschläger/-innen versteht. Und beim Zubereiten schön aufpassen, dass sich keine/r die Hand am Celan-Feld des Herdes verbrennt!
Mann, Mann
Da schillert oft eine so frische und unverdorbene Leichtigkeit im Umgang mit der Sprache hervor, dass schnell klar ist, wede Geistes Kind jemand ist. Und der letzte Rest von Ehrfurcht vor großen Geistern und wohlklingender Sprache geht Handke in Handke mit der Freude an sinnvollen Zusammenhängen die Bachmann runter.
Aber vielleicht sollten wir einfach den Ball (1886 – 1927) hier mal flach halten und den Spieß (1755 – 1799) umdrehen. Genau genommen ist doch auch dieser Beitrag Schlink und ergreifend ein typisch schlechter Scherzer.




Da hab ich mir ins Fäustchen gelacht!