Der etymologische Duden hilft, den Begriffsdschungel erst einmal zu lichten. Die unterste Stufe scheint laut aktueller Berichterstattung der Krawall zu sein. Ziemlich ungerichtet und unstrukturiert geht es da zur Sache. Kein Wunder, stammt der Krawall doch von lateinisch charavellium ab, was soviel wie Katzenmusik oder Straßenlärm bedeutet. Wichtig ist dabei vor allem der Lärm.
Der Protest ist da schon kultivierter. Wer protestiert, der – wenn man das Wort bei seiner Wurzel nimmt – bezeugt etwas öffentlich, gibt eine Gegenerklärung ab oder mißbilligt etwas. Das klingt schon eher nach Politik. Mit dem Protestanten hat das aktuell – auch in England – allerdings weniger zu tun.
Die Revolte verdanken wir den Franzosen, die darin auch Meister sind. Dabei hat der Begriff nicht nur Revolutionär-visionäres, sondern auch etwas Konservatives: in dem „re“ steckt auch ein zurück. Schließlich geht nicht jede Revolte vorwärts.




Was ist denn mit Randale? Das gehört wohl auch in diese Reihe.