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Von wohlverdienten Auszeiten

erstellt am: 25.08.2011 | von: emagla | Kategorie(n): Wortwege

SchülerInnen haben sie, Betriebe haben sie und die Gerichte: Ferien, endlich Ferien. Seliges Nichtstun. Stammt das Wort Ferien dann folgerichtig von ‘faire rien’? Oder wo finden sich seine Wurzeln? Und was ist mit dem Urlaub? Hauptsache, er kommt verlässlich mindestens zweimal im Jahr. Aber woher? Und gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen Ferien und Urlaub?

Ferien gibt es immer nur in der Mehrzahl und am schönsten ist es, wenn man sie auch mehrfach im Jahr genießen kann. Ferien hatte man schon im 16. Jahrhundert, denn dort taucht das Wort zum ersten Mal auf. Das lateinische ‘feriae’ ist sein Ursprung und das bedeutet: Festtage, geschäftsfreie Tage, Ruhetage.

Doch ob es seinerzeit allzu viele Ruhetage gab, darf bezweifelt werden. Schließlich weist das Jahrhundert der frühen Neuzeit sage und schreibe 31 Kriege in Europa auf, die Landbevölkerung litt erbärmlich unter Frondiensten und hohe Abgaben, Martin Luther hämmerte seine Thesen an die Wittenberger Kirchentür und die Türken lagen vor Wien. Klingt alles eher anstrengend. Zeit zum erholsamen Päuschen hatten wohl eher die Gerichte, denn als Ferien wurden zuerst die Tage bezeichnet, an denen keine Gerichtssitzungen stattfanden. Damit auch die Gerechtigkeit, haha, mal wieder Gelegenheit zum Durchschnaufen hatte.

Die Ferien – der Urlaub

Der Urlaub (alt-/mittelhochdeutsch: urloup) bedeutete ursprünglich nichts anderes als Erlaubnis – und auch heute noch fängt er mit einer Erlaubnis an. Wer angestellt arbeitet, muss erstmal bei seiner/seinem Vorgesetzten nachfragen, ob es denn würdig und recht sei, sich zum Zwecke der Regeneration zurückzuziehen. Das war im Mittelalter auch nicht viel anders: Dort bezeichnete Urlaub die Erlaubnis wegzugehen, die ein Höherstehender oder eine Dame dem Ritter zu geben hatte. Wenn er Pech hatte, musste er daraufhin in die Schlacht. Aber das kann einer/einem ja in jedem Urlaub drohen, und wenn es die Schlacht um den schönsten Liegestuhl ist.

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Urlaub Ist zur Erholung da, und nicht zum Ärgern über belegte Liegestühle. Darum zu Hause Bleiben. Auch zu Hause kann es schön sein.

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