Behauptet zumindest Spinoza. Zwar benötige der Mensch auch die Leidenschaft als Antrieb seines Lebens, aber die Vernunft solle – bitte schön – die Leidenschaften in die rechten Bahnen leiten. Zugunsten der Gesamtpersönlichkeit natürlich.
Weltvernunft im Strandbad
Hegel scheint da etwas skeptischer gewesen zu sein, nach dem Motto: Halt, erstmal muss die Weltvernunft auch mal ordentlich Zeit haben, sich im Menschen zu entfalten. Und erst wenn sich die Vernunft so richtig zeigt, dann ist der Mensch auch wirklich frei.
Daraus lässt sich mal locker schließen, dass er sich auch nicht mehr mit den lästigen Verboten herumschlagen muss, die seine Gesamtpersönlichkeit im großen und ganzen eher schwächen. Zum Beispiel, wenn man als Radfahrer/-in eben noch im Mörderoutfit mit Helm und atmungsaktiven Radlerhosen die Strandpromenade erobern will, und dann nur noch die Wahl hat zwischen Vernunft und Verbot.
Doch auch Hegel macht mit der Vernunft nicht vorm Strandbad Halt. Und der Mensch hat die Freiheit, der Vernunft und nicht dem Verbot zu folgen. Ein genialer Schachzug. Wie genial, erschließt sich übrigens erst dann, wenn man weiß, dass sich direkt hinter diesem Schild ein herrlicher Biergarten befindet, an dem nun garantiert niemand mehr vorbeifährt. Prost! Vernunft hat eben viele Facetten.





da vernünftelt es ja gehörig