Wer das grüne Gemüse mag, dessen Muskulatur schaden auch ein paar Gürkchen sicher nicht. Der Muskelkater lässt sich dadurch jedenfalls nicht besänftigten. Denn der Kater lässt das Mausen nicht, auch nicht in unserem Fall. ‘Muskel’ kommt aus dem Lateinischen ‘musculus’, und das ist das ‘Mäuschen’ – vielleicht erweckten die zuckenden Muskeln den Eindruck einer laufenden oder einer vom besagten Kater erwischten Maus? Man kennt das: Wenn der Kater sich mit einer Maus beschäftigt, dann geht es schon mal übel aus, für die Maus.
Kein Kater, nirgends
Doch schlägt der Kater uns einen Haken, denn er ist in Wahrheit keiner. Vielmehr wurde mit Kater einst – nach Leipziger Mundart, wie der etymologische Duden enthüllt – der Katarrh eingedeutscht. Das lässt sich heute auch noch gut nachvollziehen: Beide Wörter schwingen im Sächsischen durchaus im sprachlichen Gleichklang…Kater, Katarrh…Und so kommen wir vom ‘Mäuschen’ zum ‘Katarrh’, dem Herabfluss, sprich: Schnupfen.
Sekretstau und Sternenhimmel
Schnauben, schnaufen, schnupfen: Diese Wörter beschreiben lautmalerisch die mit der Nase hervorgebrachten Laute; im Frühniederhochdeutschen war es ‘die Luft einziehen’, später das Tabakschnupfen. Gar nicht fern vom Schnupfen fällt dann wiederum die Schnuppe, ursprünglich war damit das abgeschnittene verkohlte Ende des Kerzendochts gemeint. Das Putzen des Lichts (das Abschneiden des Kerzendochts) verglich man mit dem Schneuzen der Nase. Dass dann die Schnuppe schließlich noch einen Stern vorangestellt bekam, hängt damit zusammen, dass die Sternschnuppe von alters her als himmlischer Putzabfall der Sterne begriffen wurde.
Wem das jetzt alles schnuppe ist, der kann sich ja beim Joggen von den Wortwegen auf die Waldwege begeben. Dem Muskelkater (k)eine Chance!




Berühmte letzte Worte, Grippe und nun Muskelkater…gehts im Advent denn wieder aufwärts mit den Themen?;-)