Im närrischen Treiben vereint

Karneval, Fasching, Fastnacht – wie auch immer die tollen Tage bezeichnet werden, jetzt sind sie da. Wann sonst liegen Frohsinn und Alkoholmissbrauch, Anarchie und Uniform, wildes Leben und geordnete Straßenumzüge so nah beieinander? Wann sonst wird auch der griesgrämigste Nachbar unter seinem Kostüm zum Menschenfreund? Wann sonst sind Menschen bereit, sich unter Einsatz der Ellenbogen für ein Bonbon oder einen Schokoladenriegel vor den Zugwagen des Festkomitees zu werfen? Im Karneval, im Fasching und zur Fastnacht.

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geschrieben von: emagla am: 16.02.12 in der Kategorie:Wortwege

MerkWert hebelt Stresstest aus

Ganz im Sinne von ‘Eigenlob stimmt’, behaupten wir alltäglich, es gut mit Wörtern zu können, ein Gespür für sie zu haben. Und bringen dieses Gefühl mit dem nötigen Kribbeln in den Fingern in unsere Texte. Jetzt liefert ein Blick auf die Wörter des Jahres 2011 einen weiteren Beweis für diese These. Und lässt ein bewegtes Jahr Revue passieren.

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geschrieben von: emagla am: 16.12.11 in der Kategorie:Wortwahl

Kein Heiermann im Euroland

Geld stinkt nicht – oder doch? Geld regiert die Welt und oft genug auch die Beziehungen: Dass Geld sinnlich macht, ist ein Fazit, dass in Bert Brechts ‘Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny’ recht musikalisch gezogen wird. Und bei Aufstieg und Fall liegt in diesen Tagen der Gedanke an den Euro nicht fern: Die Lage ist ernst – und die Debatte um Euro-Bonds und Rettungsschirme ist gänzlich unerotisch. Der Euro hinterlässt den schlechten Geschmack der Krise auf der Zunge. Was waren das für Zeiten, als es noch die D-Mark gab?!

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geschrieben von: emagla am: 30.11.11 in der Kategorie:Wortschutzgebiete

Vom Sport zum Wort

Es lebe der Sport, er ist gesund und macht uns hart…und kann dem oder der eher Ungeübten ein paar unangenehme Tage bescheren, wenn nach der körperlichen Aktivität der Schmerz in allen Muskeln sitzt. Der Muskelkater herrscht in seinem Revier, ein Gefühl, das dem Kater nach dem Alkoholrausch ähnelt? Braucht die Muskulatur nun saure Gürkchen?

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geschrieben von: emagla am: 23.11.11 in der Kategorie:Wortwege

Sprachlich vergrippt

‘Hatschi’ ist ja an sich schon ein schönes Wort und es wert, sich mit ihm zu befassen. Aber heute dient es nur als Einstieg: Es ist halt die Reaktion freundlicher Zeitgenossinnen und -genossen auf das unwillkürliche, explosionsartige Ausstoßen von Luft durch die schlimmstenfalls schnupfenrote Schniefnase, die sich infolge einer Grippe explosionsartig entlädt. Ob Vogel- oder Schweinegrippe, alljährlich setzt mit dem Beginn nassfeuchter Witterung die Influenza-Hysterie ein. Wer sich eine Grippe gefangen hat, hat Pech. Oder hat die Grippe den Patienten/die Patientin (kalt) erwischt?

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geschrieben von: emagla am: 17.11.11 in der Kategorie:Wortwege

Berühmte letzte Worte

November. Dunkle Jahreszeit, trübe Gedanken. Totenmonat. Nun ist Zeit, die Nase mal wieder in ein Buch zu stecken und sich in gute Literatur zu vertiefen: Es muss ja nicht gleich Goethes Faust sein. Auch laden die langen dunklen Abende ein, all der berühmten Größen – nicht nur der Literaturgeschichte – zu gedenken, die nicht mehr unter uns weilen. Was von den Dahingeschiedenen bleibt, sind ihre Worte und bestenfalls ihre berühmten letzten Worte, noch auf dem Totenbett dahingehaucht.

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geschrieben von: emagla am: 09.11.11 in der Kategorie:Wortwuchs

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