Warum wir Wortschützer sind
Überall ist Sprache. Oft gehen wir sorglos mit ihr um. Das ist auch gut so: wer immer über Sprache nachdenkt, kann nicht mehr viel sagen. Aber unsere Sorglosigkeit wird nicht selten zur Rücksichtlosigkeit und dann rauben wir der Sprache ihre Vielfalt. Im Wortschutz-Blog hegen wir zarte Wort-Pflänzlein, würdigen Immigranten und sinnieren überhaupt fleißig über Worte.
Sprachlich vergrippt
‘Hatschi’ ist ja an sich schon ein schönes Wort und es wert, sich mit ihm zu befassen. Aber heute dient es nur als Einstieg: Es ist halt die Reaktion freundlicher Zeitgenossinnen und -genossen auf das unwillkürliche, explosionsartige Ausstoßen von Luft durch die schlimmstenfalls schnupfenrote Schniefnase, die sich infolge einer Grippe explosionsartig entlädt. Ob Vogel- oder Schweinegrippe, alljährlich setzt mit dem Beginn nassfeuchter Witterung die Influenza-Hysterie ein. Wer sich eine Grippe gefangen hat, hat Pech. Oder hat die Grippe den Patienten/die Patientin (kalt) erwischt?
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geschrieben von: emaglaschließenAutorIn: emagla
Mehrwissen: Mehr Artikel des Autors/der Autorin (50) am: 17.11.11 in der Kategorie:Wortwege
Berühmte letzte Worte
November. Dunkle Jahreszeit, trübe Gedanken. Totenmonat. Nun ist Zeit, die Nase mal wieder in ein Buch zu stecken und sich in gute Literatur zu vertiefen: Es muss ja nicht gleich Goethes Faust sein. Auch laden die langen dunklen Abende ein, all der berühmten Größen – nicht nur der Literaturgeschichte – zu gedenken, die nicht mehr unter uns weilen. Was von den Dahingeschiedenen bleibt, sind ihre Worte und bestenfalls ihre berühmten letzten Worte, noch auf dem Totenbett dahingehaucht.
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geschrieben von: emaglaschließenAutorIn: emagla
Mehrwissen: Mehr Artikel des Autors/der Autorin (50) am: 09.11.11 in der Kategorie:Wortwuchs
Ein Wort zieht hinaus in die Welt
‘Ich bin ein Berliner!’, damit meinte John F. Kennedy keinesfalls den in Fett ausgebackenen Hefeteig mit Konfitürefüllung, obwohl die Geschichte, Kennedy habe sich durch falschen Gebrauch der Grammatik in diesem Satz (es müsse heißen: Ich bin Berliner!) zum Hans Wurst gemacht, noch in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts in den USA grassierte. Nun war Kennedy 1963 ja nur zu Besuch, der Hans Wurst jedoch ist mit den deutschen Auswanderern schon lange vor ihm in den Vereinigten Staaten bekannt. Genauso wie der Hamburger, um mal bei den städtischen Doppeldeutigkeiten zu bleiben.
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geschrieben von: emaglaschließenAutorIn: emagla
Mehrwissen: Mehr Artikel des Autors/der Autorin (50) am: 26.10.11 in der Kategorie:Wortwanderer
Ein Blogbeitrag ist keine Hexerei
Einen Blogbeitrag zu schreiben, gehört zu den angenehmen Pflichten des Büroalltags. Ehrlich gesagt, ist es den Freuden zuzuordnen. Aber manchmal kann man einfach kein Textchen aus dem Boden stampfen. Es ist, als hätten wir beim Nachdenken über ein geeignetes Thema plötzlich nicht mehr die leiseste Idee, statt dessen macht sich Leere im Oberstübchen breit. Ab und an tauchen Albernheiten und schräge Eingebungen völlig unkontrolliert auf. Wir haben das Heft aus der Hand gegeben und offenbar von Tuten und Blasen keine Ahnung.
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geschrieben von: emaglaschließenAutorIn: emagla
Mehrwissen: Mehr Artikel des Autors/der Autorin (50) am: 19.10.11 in der Kategorie:Wortwege
Bücher auf den Tisch
Die größte Bücherschau der Welt treibt Lesefreudige und Vertriebswillige derzeit nach Frankfurt. Bei 7.384 Ausstellern aus rund 100 Ländern fällt die Auswahl schwer – fürs Schmökern scheint kein Raum zu sein bei soviel Angebot. Das sagenhafte Island ist ein eigenwilliges Gastland, das in seinen Büchern den Hang zum schrecklich-schönen Schrägen auslebt und Audi ist auch dabei, weil der Vorsprung durch Technik ja auch irgendwie fürs Buch gilt. Auch ganz schön schräg. Genauso wie die Bezeichnung ‘Büchermesse’.
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geschrieben von: emaglaschließenAutorIn: emagla
Mehrwissen: Mehr Artikel des Autors/der Autorin (50) am: 14.10.11 in der Kategorie:Wortwege
Wörterwahl im Wettbewerb
Schnelle Sachsen haben es bereits hinter sich: Der Tag der Deutschen Einheit steht in Dresden für die Wahl der sächsischen Wörter des Jahres. Alle waschechten Sächsinnen und Sachsen waren zuvor aufgerufen, ihre Vorschläge einzureichen. Drei Kategorien wurden im Rahmen der Dialektpflege bedacht: Gesucht war das beliebteste, das schönste und das bedrohteste Sachsenwort. Bei der bundesweiten Wahl zum Jugendwort 2011 ist man nicht ganz so fix: Bis zum 31. Oktober werden noch die Favoriten gesammelt.
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geschrieben von: emaglaschließenAutorIn: emagla
Mehrwissen: Mehr Artikel des Autors/der Autorin (50) am: 05.10.11 in der Kategorie:Wortwahl
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