Seid netter zueinander
Schon mal etwas von verhohnepi(e)peln gehört? Egal, ob mit oder ohne „e“: Verhohnepiepele ich jemanden, so ist es nichts anderes, als dass ich ihn mit Ironie oder Spott lächerlich mache.
Überall ist Sprache. Oft gehen wir sorglos mit ihr um. Das ist auch gut so: wer immer über Sprache nachdenkt, kann nicht mehr viel sagen. Aber unsere Sorglosigkeit wird nicht selten zur Rücksichtlosigkeit und dann rauben wir der Sprache ihre Vielfalt. Im Wortschutz-Blog hegen wir zarte Wort-Pflänzlein, würdigen Immigranten und sinnieren überhaupt fleißig über Worte.
Schon mal etwas von verhohnepi(e)peln gehört? Egal, ob mit oder ohne „e“: Verhohnepiepele ich jemanden, so ist es nichts anderes, als dass ich ihn mit Ironie oder Spott lächerlich mache.
geschrieben von: van Zwart am: 06.05.11 in der Kategorie:Wortschutzgebiete
Eins vorweg: Es geht hier nicht um Detailtypografie des Gänsefüßchens, sondern um seine inflationäre Anwendung. Anführungszeichen sind eine tolle Sache, insbesondere wenn man Doktorarbeiten schreibt und sich dafür entscheidet, das darin Zitierte auch entsprechend zu kennzeichnen. Natürlich rahmen sie auch wörtliche Aussagen und alles mögliche ein. Und das nicht nur in Texten, sondern oft genug in Gesprächen.
geschrieben von: emagla am: 28.04.11 in der Kategorie:Wortweiser
Die Osterfeiertage stehen vor der Tür und wir widmen uns – wie es unsere Art ist – den etwas abseitigeren Festlichkeiten. Denn fast unbemerkt konkurrieren in diesem Jahr zwischen Karfreitag und Ostersonntag zwei Welt- und somit Fest- und Feiertage miteinander: Seit 1994 wird am 23. April der ‘Tag des Bieres’ im Gedenken an das bayerische Reinheitsgebot im Jahr 1516 begangen, 1995 wurde der Tag zum ‘Welttag des Buches’ erkoren. Wir interessieren uns eher für letzteren.
geschrieben von: emagla am: 20.04.11 in der Kategorie:Wortschutzgebiete
Die Tagesthemen haben uns gestern als Schmankerl zum guten Schluss noch was Schönes aufgetischt: In Prag wurde ein Skelett gefunden, das seit rund 4500 Jahren unter der Erde lag. Das Besondere dabei: Es handelt sich um einen Mann, der falschrum liegt – wie eine Frau. Die Spekulationen schießen ins Kraut.
geschrieben von: MAd am: 15.04.11 in der Kategorie:Wortweiser
Zu den saisonal bedingten Dauerbrennern gehört das Thema Fasten. Fasten ist wieder in. Einschlägige sogenannte Frauenzeitschriften füttern die geneigten Leserinnen mit den physischen und psychischen Vorteilen von Nulldiät, Saftfasten und Kartoffelkuren. Und was bedeutet eigentlich „aktives Fasten“? Mit einem leeren Teller herumlaufen? Sogar der Spiegel titelte in Zeiten von Fukushima, Libyen und noch vor der Wahl in Baden-Württemberg mit „Gesunder Körper, klarer Kopf: Die Heilkraft des Fastens“. Und während die einen das sogenannte Facebook-Fasten propagieren, kann man auf dem Internetportal der katholischen Kirche in Deutschland „Exerzitien zur Fastenzeit“ nachlesen. Muss man aber nicht.
geschrieben von: emagla am: 07.04.11 in der Kategorie:Wortweiser
Stress soll ja bekanntlich ein Symptom (oder Symbol?) unserer modernen Gesellschaft sein. Immer mehr Menschen – so die Diagnose – sind den An- und Herausforderungen nicht gewachsen und reagieren mit diversen Ausfallerscheinungen. Das trifft in letzter Zeit leider nicht nur auf Menschen zu, sondern auch auf Wirtschaftssysteme, Atomkraftwerke und geplante Bahnhöfe. Da hilft nur – na klar – der Stresstest.
geschrieben von: Merkwürden am: 01.04.11 in der Kategorie:Wortweiser
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