Warum wir Wortschützer sind

Überall ist Sprache. Oft gehen wir sorglos mit ihr um. Das ist auch gut so: wer immer über Sprache nachdenkt, kann nicht mehr viel sagen. Aber unsere Sorglosigkeit wird nicht selten zur Rücksichtlosigkeit und dann rauben wir der Sprache ihre Vielfalt. Im Wortschutz-Blog hegen wir zarte Wort-Pflänzlein, würdigen Immigranten und sinnieren überhaupt fleißig über Worte.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Der Schlagzeilen reißen nicht ab: Brüderle hat sich scheint’s verplappert und ganz unverblümt die wahren Interessen hinter der aktuellen Atompolitik der Bundesregierung ausgeplaudert. Unter Lobbyisten wird man doch wohl noch die Wahrheit sagen dürfen. Wo denn sonst, wenn nicht bei denen, die einen füttern? Schade nur, dass in deutscher Gründlichkeit alles protokolliert wurde. Worum es dabei geht? Um das Moratorium. Anlässlich der aktuellen Ereignissen versuchen wir uns als Wortversteher.

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geschrieben von: Merkwürden am: 25.03.11 in der Kategorie:Wortweiser

Held oder GAU?

Die Katastrophe in Japan nimmt apokalyptische Ausmaße an. Angela Merkel bekennt sich zur Demut gegenüber den Kräften der Natur und folgert, dass wir “auch ein Stück weit in Gottes Hand sind”. Wenn eine Regierung sich höheren Mächten anempfiehlt, wird es ernst. Aber in Japan scheint ein menschlicheres Gegenmittel gefunden worden zu sein: der Held.

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geschrieben von: MAd am: 18.03.11 in der Kategorie:Wortweiser

Falsche Freunde sind ein Gift

Falsche Freunde gibt es in fast allen Sprachen. Es sind Wörter, die in verschiedenen Sprachen gleich oder so ähnlich auftauchen, aber etwas völlig anderes bedeuten. Wer die Fallstricke der Sprache nicht kennt, hat die Chance, das Leben des Gesprächspartners zumindest für die Dauer des Gesprächs ein klein wenig surrealer zu gestalten.

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geschrieben von: emagla am: 11.03.11 in der Kategorie:Wortwege

Wortart ist keine Kunst

Wortarten oder Wortklassen werden aufgrund der Zuordnung nach gemeinsamen grammatischen Merkmalen gebildet. Einfach gesagt unterscheiden sie sich nach ihrer Stellung innerhalb eines Satzes. So stehen Adjektive im Deutschen vor dem Substantiv und nach einem Artikel. Und wo stehen die Frauen? In manchen Sprachlektionen jedenfalls in überwunden geglaubten Zusammenhängen.

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geschrieben von: emagla am: 22.02.11 in der Kategorie:Wortweiser

Das Fräulein ist weg

Kennen Sie es noch? Das deutsche Fräuleinwunder und das Fräulein vom Amt? Erinnern Sie sich noch an die älteren unverheirateten Damen, die mit Stolz auf die Anrede ‘Fräulein’ pochten? Das wenig galante ‘Frollein, zahlen!’ und das bedrohliche ‘Frolleinchen!’ – in beiden Fällen mit erhobenem Zeigefinger verbunden? Dann sind auch Sie – Verzeihung – von gestern, denn das ‘Fräulein’ wurde längst abgeschafft. Und zwar genau heute vor vierzig Jahren.

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geschrieben von: emagla am: 16.02.11 in der Kategorie:Wortweiser

Der Quotengeier kreist

Mal wieder: Die Frauenquote geistert durch Zeitungen, Newsdienste und das Internet. Kein Wunder also, dass sie es zum Wort des Tages geschafft hat. Und das ist auch der einzige Erfolg, der zu vermelden ist. Denn bevor sie zum Leben erweckt werden konnte, verabschiedet sie sich schon. Die Männerdomäne Wirtschaft steht weiter fest und sicher. Und wer hat’s entschieden? Die Inhaberin einer Spitzenposition.

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geschrieben von: emagla am: 04.02.11 in der Kategorie:Wortweiser

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